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Hohe Verwaltungsausgaben / Vorteile des e.V. (6572 Klicks)


D-516*, Mercedes A160 CDI Blueefficiency Avantgarde (W169)
25.11.10
Hallo Zusammen,

in der Diskussion zur Zukunft von Langzeittest.de kam auch diese Aussage:

Zitat
Sascha König
Wenn ich mir den jährlichen Finanzbericht ansehe, dann stelle ich mit Erschrecken fest, dass sämtliche Mitgliedsbeiträge für das Gehalt und die Sozialversicherungsbeträge einer Bürokraft ausgegeben werden. Nein, noch schlimmer, diese Ausgaben übersteigen sogar die festen Einnahmen um einige hundert Euro. Und sie liegen sogar deutlich über den Betriebskosten des Servers, der im Gegensatz zu allen anderen Ausgaben nunmal elementar ist.

Zu diesem Kritikpunkt möchte ich Stellung nehmen.

Hier wird sehr stark vereinfacht argumentiert, dass der Verein Beiträge für das Projekt sammelt, aber die kompletten Beiträge wieder zur Administration des Vereins ausgegeben werden. Die eigentlichen Vorteile des Vereins und die Gründe, warum es überhaupt diesen Verein gibt, bleiben komplett außen vor (sind aber eigentlich viel wichtiger als das Sammeln von Beiträgen und Spenden).

Meines Erachtens ist der Job von Petra in der Geschäftsstelle letztlich eine Konsequenz aus vorhergehenden Entscheidungen, die in der Diskussion aber gar nicht genannt wurden.

Ich möchte Euch dies daher in Erinnerung rufen.

Wir sind heute als eingetragener Verein organisiert, weil wir in 2001 bestimmte Ziele erreichen wollten. Dazu mussten wir damals mehrere Entscheidungen treffen:

  • Wollen wir Langzeittest.de weiter ausbauen und aus dem (beschränkten) Privatprojekt von Oliver Riesen ein (skalierbares) Community-Projekt machen?
  • Wollen wir einen kommerziellen Ansatz (Gewinnerzielungsabsicht)?
  • Wie stellen wir das Projekt auf ein rechtlich und steuerlich sicheres Fundament mit minimalem organisatorischen, administrativen und finanziellem Aufwand?
  • Wie entlasten wir die beteiligten Mitarbeiter von den rechtlichen und finanziellen Risiken?
  • Wie können wir unseren Mitarbeitern gegenüber (zumindest in kleinem Maße) mit der Verantwortung eines Arbeitgebers auftreten?
  • Nutzen wir den Bonus "Gemeinnützigkeit", den uns das Finanzamt mit vergleichsweise kleinen, damit verbundenen Einschränkungen bietet?

Damals bot sich ausschließlich der eingetragene Verein zur Erreichung dieser Ziele an (und daran hat sich auch bis heute nichts geändert).

Wenn wir also auch heute zu dem Schluss kommen, dass Langzeittest.de am Besten als Verein organisiert ist, dann müssen wir uns auch damit abfinden, dass hierfür gewisse administrative Tätigkeiten anfallen. Wir wollen die Vorteile nutzen, die uns das juristische Konstrukt "Verein" bietet, also müssen wir auch die Arbeit (und Kosten) hineinstecken, die damit verbunden ist.

Optimal wäre es natürlich, wenn sich auch hierfür ein ehrenamtlicher Mitarbeiter finden würde, der die vier bis sechs Wochenstunden aufbringt (früher habe ich dies neben meiner Tätigkeit als Webmaster und "Mädchen für Alles" getan). Allerdings ist die Administration unseres Vereins viel mehr an den Vereinssitz gebunden als andere Tätigkeiten. Es ist daher fast unmöglich, in unserem konkreten Fall, wo alle Beteiligten deutschlandweit verstreut wohnen, jemanden zu finden, der dies im Oberbergischen Kreis erledigen kann.

Daher müssen wir leider die Kröte schlucken, dass der größte Posten in unserem Budget die Ausgabe für unsere einzige Angestellte ist.

Bitte berücksichtigt in Euren Überlegungen, dass wir für etwa 3.150 Euro im Jahr:

  • eine rechtlich starke Position für unser Projekt haben,
  • eine steuerlich sichere Möglichkeit zur Erzielung von Einnahme (Mitgliedsbeiträge, Spenden, VG Wort, Gewerbe) haben,
  • allen Mitarbeiter und Besuchern eine rechtlich gestärkte Position, bzw. deutlich geringeres Risiko für ihre Veröffentlichungen bieten (Abmahnungen),
  • unsere Mitarbeitern von bestimmten Haftungsrisiken befreien (Vereinshaftpflichtversicherung),
  • unseren entgeltlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern einen kleinen Versicherungsschutz bieten (Unfallversicherung; kostenlose Fortbildung im Bereich der Unfallversicherung),
  • absolut transparent über unsere gesamten Finanzen berichten,
  • eine bessere Außenwahrnehmung zum Beispiel gegenüber Autoherstellern und der Presse haben.

Wenn wir auf Petra verzichten wollen, bedeutet dies auch, auf alle diese Vorteile zu verzichten.

Viele Grüße
Oliver
ThemaAutorDatum/Zeit

Hohe Verwaltungsausgaben / Vorteile des e.V. (6572 Klicks)

Oliver Riesen-Mallmann25.11.10



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