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Re: rat, lange Antwort (1279 Klicks)

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Toyota Prius Executive Hybrid
14.06.04
peter rogge schrieb:
>
> kann mir jemand sagen wie sich das auto im gebirge fährt
> ??:-( :-(


Echte Bergfahrten habe ich bisher keine gemacht (hier in Rheinhessen gibt es keine echten Berge), alle Steigungen die bisher aufgetreten sind, insb. Autobahn in der schwäbische Alp oder Kasseler Berge stellen gar kein Problem dar, die Batteriekapazität reicht aus.
Allerdings dreht bei hohen Belastungen der Benziner hoch und ist deutlich hörbar. Diese Geräuschentwicklung stößt bei einigen Tests auf Ablehnung. Begeistert bin ich davon auch nicht, aber mit einem sensiblen Gasfuss läßt sich das Geräuschniveau gut regeln.

Ich zitiere hier mal zwei Fahrberichte aus der Prius Yahoo-Gruppe zum Thema Prius und die Berge (auch im Winter):

Hier ein Erfahrungsbericht eines Schweizers 'Prius2-Probefahrers als Zitat:
-zitat----------------
Hallo Prius-Fans
Am 28. März 2004 hatten wir für einen ganzen Tag einen Prius 2, ausgerüstet mit Premium 2 (Navigationssystem etc.), Winterreifen Continental WinterContact, Kilometerstand: zirka 1000, für eine ausgiebige Probefahrt zur Verfügung. Besten Dank an die Garage!

Die Fahrt ging vom Zürcher Oberland via Lenzerheide (1547 m ü.d.M) nach Thusis (722 m ü.d.M.), dann durch den San-Bernardino-Tunnel (1644 m ü.d.M) hinunter ins Tessin (230 m ü.d.M). Zurück fuhren wir durch den St. Gotthard-Tunnel (1175 m ü.d.M), dann am Vierwaldstättersee entlang (434 m ü.d.M) und über Sattel (932 m ü.d.M) wieder ins Zürcher Oberland.

Ebenfalls beeindruckend ist die Kraft, mit der der Prius sanft und ruckfrei beschleunigt. Generell lässt die Fahrleistung keine Wünsche offen. Mir ist es allerdings noch nicht richtig gelungen, den Gasfuss so ruhig zu halten, dass das lästige Auf und Ab der Drehzahl des Benzinmotors unterbleibt. Diese laufenden Veränderungen der Drehzahl sind wohl typisch für jedes stufenlose Getriebe. Sie machen es fast unmöglich, über das Gehör die Geschwindigkeit abzuschätzen.
Um nicht laufend Polizeibussen zu bezahlen, muss man die digitale Geschwindigkeitsanzeige dauernd in Auge behalten, oder den Tempomat einschalten.

In langen und zügig gefahrenen Steigungen dreht der Benzinmotor ganz schön hörbar hoch. Auf dem Display sieht man wie sich die Batterie entlädt. Aber auch mit leerer Batterie und somit ohne Unterstützung durch den Elektromotor lässt die Fahrleistung nicht nach. Die Verbrauchsanzeige ist dann aber immer am oberen Anschlag. Bergab ist die Batterie nach kurzer Zeit wieder total voll und die ganze schöne kinetische Energie kann nicht mehr regeneriert werden, sondern wird wie bei einem „gewöhnlichen" Auto einfach verheizt. Schade! Die Batterie ist deutlich zu klein. Auch bei voller Batterie schaltet der Benzinmotor im B-Modus bergab nicht aus. Er hilft mit beim Bremsen. Zudem wird er für die Heizung benötigt.

Für die ganze Strecke hatten wir laut Anzeige im Schnitt 5,2 l /100km verbraucht. Die Überraschung kam dann allerdings beim tanken.
Nach 417 km mussten wir 26,4 l auffüllen, was einem Durchschnitt von 6,3 l / 100 km entspricht. Der Grund für diese Differenz zwischen Anzeige und tatsächlichem Verbrauch ist uns unerklärlich. Aber so oder so: wir sind weit weg vom Normalverbrauch von 4,3 l / 100 km, der von Toyota angegeben wird. Als Entschuldigung muss man wohl folgende Erklärungen gelten lassen:
•       Unsere Testroute ist keine typische Strecke, wie man sie im täglichen Leben fährt. Wir fuhren mehrheitlich auf Autobahnen mit 120 – 130 km / h. Vor allem die langen und schnell befahrenen Steigungen haben dem Verbrauch zugesetzt.
•       Der Prius hat seine Stärken wohl eher im Stadtverkehr und auf Landstrassen.
•       Unser Testauto war noch sehr neu und noch nicht mit dem dünneren Öl ausgestattet.
•       Wir fuhren bei teilweise eher tiefen Temperaturen mit Heizung.
•       Wir hatten Winterreifen montiert

-zitat ende---------
und hier noch ein Bericht eines Prius1-Fahrers bei der Fahrt in den Weihnachtsskiurlaub. Das Bergverhalten ist durchaus mit dem Prius2 vergleichbar.
-zitat-------
Über die Weihnachten und Neujahr hatte ich die Gelegenheit meinen Prius in den schneebedeckten Alpen auszuprobieren. Ich habe dazu für euch einen "kleinen" Erfahrungsbericht zusammengestellt. Ich hoffe er ist nicht zu lange und lässt sich auch einigermassen lesen:

Es ist der 23 Dez. kurz vor 10 Uhr, Zeit sich langsam auf den Weg zu machen. Ziel: Mein Ferienhaus im Bündnerland.
Die Reisestrecke setzt sich wie folgt zusammen: Zuerst ca 15km Stadtverkehr von Dietikon bis Zürich. Danach ca 140km Autobahn Richtung Chur. In Thusis geht es ab der Autobahn und anschliessend die restlichen 75km Überland über die beiden Alpenpässe Julier und Maloja.....
Jetzt ist es soweit, Sonnenbrille montieren und los gehts. Das
Wetter, klirrend kalt aber keine Wolke am Himmel. In der Nacht zuvor hat es nochmals geschneit.
Die Strassen rund um Zürich sind schneefrei, daher absolut kein
Problem. Auch auf der Autobahn ist Anfangs noch kein Schnee in
sicht. Also ist Reisegeschwindigkeit Tacho 130 angesagt. Im Radio ist die erste Staumeldung zu hören.
Der Strassenzustand bleibt dann etwa so, bis zur Autobahn-Ausfahrt in Thusis. Nun beginnt die Bergfahrt.
Am Anfang ist die Strasse nur etwas mit Schneematsch belegt. Bleibt man in der Spurrinne, kann man einigermassen zügig fahren. Schon bald bilden sich allerdings kleinere Kolonnen, da einige Autofahrer schon ziemlich vorsichtig fahren. Da ich lieber heil ankomme als gar nicht, halte ich mich aber von gewagten Überholmanöver fern.
Ab Tiefencastel wird nun die Strasse mehr und mehr schneebedeckt.
Die beiden Pässe waren übrigens über die Nacht nur mit Schneeketten befahrbar. Drei Autos vor mir befindet sich ein Mercedes. Der Fahrer scheint wohl viel Respekt zu haben vor den Strassenverhältnissen, denn er fährt sehr sehr vorsichtig und langsam. An Überholen ist bei solchen Verhältnissen sowieso nicht zu denken, also schön brav Abstand halten und gemütlich den Berg hinauf kriechen. Nur ein paar wenige haben es anscheinend pressant und überholen trotz schlechten Verhältnissen.
Kurz vor Rona kommt es nun zur ersten heiklen Stelle. An einer
steileren Stelle bleibt plötzlich die ganze Kolonne stehen. Der
Mercedes drei Autos vor mit war wohl etwas zu langsam unterwegs. Er kommt nicht mehr vom Fleck und steht schon recht schief in der Fahrbahn. Dem bleibt wohl nichts anderes übrig, als die Ketten zu montieren. Da gerade kein Auto entgegen kommen, setzen ich und einige andere Autos zum Überholen an. Aus dem Stand und bei dieser Steilheit und Glätte ist das schon eine Herausforderung. Mit leichtem Druck aufs Gaspedal versuche ich mich langsam am Auto vorbeizuschieben. Das Anfahren gelingt problemlos. Auf der Höhe des Mercedes merke ich allerdings, wie auch ich schon leicht davon drifte. Mit etwas mehr Druck aufs Gaspedal fängt sich der Prius aber wieder auf und die Weiterfahrt kann losgehen. Da hat mir wohl die Antischlupfregelung auch ein bisschen nachgeholfen.
Vor mir habe ich nun einen Lieferwagen. Der scheint wohl nicht das erste mal durch den Schnee zu fahren. In den Kurven ist aber auch er verständlicherweise etwas langsamer aber sonst fährt er ziemlich zügig. Da ich dieses Schneefahren in den Bergen nicht gewöhnt bin, bin ich heilfroh, dass ich hinter ihm herfahren kann. Etwas später lässt er mich freundlicherweise nach vorn, was ich eigentlich gar nicht unbedingt wollte. Weiter geht es nun alleine die glatten Bergstrassen hinauf....
Nun kommen noch die steilsten Abschnitte.
Natürlich habe ich wieder mal den idealsten Platz zum Halten
ausgesucht. Direkt vor einem starken Anstieg. Das wird wohl wieder eine Herausforderung sein da ohne Ketten wegzukommen. Zuerst mal kontrollieren, dass die Strassen frei sind und dann langsam Gas geben. Null Problem beim Wegfahren. Zeitweise drehen die Räder allerdings durch, aber die Antischlupfregelung fängt es wieder auf.
Das letzte Stück bis zur Passhöhe ist nun gespickt mit steilen
Kurven und sonstige steilen Stellen. Jede Kurve kann zum Verhängnis werden. Die Geschwindigkeit muss optimal gewählt werden. Bei zu hoher Geschwindigkeit hat man keine Chance um die Kurve herumzukommen. Fährt man zu langsam, läuft man Gefahr mit durchdrehenden Rädern stehen zu bleiben. Dank der Regelungen des Autos komme ich trotzdem gut voran. An manchen Stellen, trete ich das Gaspedal voll durch. Der Prius sorgt dafür, dass die durchdrehenden Räder immer wieder haften können, so ist die Weiterfahrt mit ein bischen Lenkarbeit möglich.
Endlich die Passhöhe des Juliers ist erreicht -15°C. Nun gehts nur noch runter, denn der Maloja-Pass hat eigentlich nur eine
Steilflanke, die andere Seite ist praktisch flach. Vor mir und
hinter mir habe ich kein Auto, also nutze ich die nächst beste
Gelegenheit, um das ABS auszuprobieren. Das Bremspedal voll
durchtreten. Bei trockener Fahrbahn würde man jetzt wohl an der Windschutzscheibe kleben. Bei diesen Verhältnissen ist allerdings die Bremswirkung sehr stark reduziert. Das ABS funktioniert tadellos, die Spur kann problemlos gehalten werden und die Räder blockieren nicht.
Die restliche Fahrt blieb relativ unspektakulär. Bei der Bergabfahrt kam man mit dem Prius problemlos um die Kurven herum. Die Strassen waren noch bis kurz vor dem Ziel schneebedeckt. Zeitweise wurde allerdings mit dem starken Wind soviel Schnee aufgewirbelt, dass die Sichtweite trotz strahlend blauem Himmel nur noch einige Meter betrug.
Alles in allem war die Fahrt trotz widrigen Bedingungen sehr
angenehm. Vorallem kam ich ohne Schneeketten aus.....
-zitat ende--------
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rat (2216 Klicks)

peter rogge13.06.04

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Ludwig Stingl14.06.04

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hermann15.08.04

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Jenne Wolfgang22.10.04

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Gottfried Staubach22.10.04

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Jenne Wolfgang01.11.04

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Ludwig Stingl08.11.04



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