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Re: Re-Import (2324 Klicks)

Seat Altea Stylance 1.9 TDI
18.10.06
Hallo Alex,

Deine Sichtweise muß ich nach dem Kauf des 2. EU Reimport Fahrzeugs und auf Basis meines Wissens aus dem Bereich Logistik, Kostenkontrolle und Kostenplanung zumindest stark anzweifeln.
Kannst Du die Behauptungen belegen?.

Ich habe einen Funkschlüssel, in diesem Punkt gebe ich Dir Recht und damit kann ich gut leben.

Alle anderen Punkte machen schon aus logistischer Sicht wenig Sinn. Für den Hersteller wär es ungleich teurer neben den Standard Zulieferern (z.B. Reifen kommen bei Seat von Bridegstone, Pirelli, Firestone, Conti, Good Year ...) auch noch Abnehmer bei 2. und 3. Marken zu sein.
Der logistische Aufwand, der sich daraus ergibt, würde Summen verschlingen.
Mein NL Modell steht übrigens auf Bridgestone Turranza ER300 Reifen - mehrfacher Testsieger bei so ziehmlich allen Zeitschriften zu dem Thema.

Das Auto wär mit Reifen der 2. und 3. Marke einfach nicht mehr europaweit zu vermarkten und Standzeit, die sich daraus an verschiedenen Orten ergibt, kostet in diesem Geschäft sehr viel Geld.

Als anderen Punkt kann ich anführen, dass auch mein NL Modell einen USB Anschluß in der Mittelkonsole hat, obwohl dieser im Kaufvertrag nicht aufgeführt war. Das liegt schlicht daran, dass die Modelle alle vom gleichen Band fallen und Volumen beim Zulieferer den Preis drückt, es viel einfacher und kostengünstiger ist nur eine Mittelkonsole im Fließband zu haben und nur so das Auto europaweit zu vermarkten ist.

Das bedeutet natürlich nicht, dass nicht bei Bedarf Ware hinzu gekauft wird, die nur A2 Qualität hat. Dies kann aber jeden treffen, wenn ein Engpaß überbrückt werden muß, weil z.B. ein Zulieferer ausfällt. Ob es der Hersteller überhaupt dazu kommen läßt, obwohl er damit eine schlechte Presse riskiert ist eine andere Frage.
Er kann schlicht dem Ausfallkandidaten eine Konventionalstrafe rein drücken. Dafür ist dieses Instrument erfunden worden.
Meiner Meinung nach spricht mehr für die Wahl der Konventionalstrafe wegen Produktionsausfall. In keiner anderen Branche kosten Minuten der Produktion so irre viel Geld und die Konventionalstrafen sind eng daran angelehnt.
Anekdote von einem MB Logistiker:
Da werden bei Mercedes Benz auch schon mal Komponenten von nicht unerheblicher Größe und Gewicht vom Zulieferer auf dessen Kosten per Hubschrauber eingeflogen - es ist billiger als die Konventionalstrafe.

Bei jedem NL Import entscheidet meiner Meinung nach lediglich der Strichcode und die Sprache der Anleitung, Serviceheft, ... am Ende, was für ein Land als Zielmarkt festgelegt wird.
Über die Fahrgestellnummer ist dies auch nachträglich beliebig austauschbar, was wieder für den großen Vorteil der europaweiten Vermarktungsmöglichkeit eines Fahrzeugs spricht.
Meine deutsche Bedienungsanleitung, die 1:1 zu dem Fahrzeug paßt und das entsprechende Serviceheft erhalte ich nächste Woche Dienstag.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass ich meinem Geld nicht böse bin. Wenn Du für den gleichen Apfel gerne einen erheblich höheren Betrag zahlst, dann sei es Dir vergönnt. Ich kann kein Geld sche**** :-)

Von den 1100,-EUR bin ich den Sommer lieber 2 Wochen in Italien gewesen und es blieb sogar noch was übrig. Vom Rest werde ich im Winter nach Österreich in den Skiurlaub fahren.

Ich schau morgen bei Licht mal nach, was für ein Akku unter der Haube steckt. Tippe auf Varta, Bosch ... und die üblichen Verdächtigen.

Gruss
Tobias
ThemaAutorDatum/Zeit

fehlen vertraglich zugesicherter Eigenschaften (5744 Klicks)

Tobias Richter24.09.06

Re: fehlen vertraglich zugesicherter Eigenschaften (2330 Klicks)

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Re-Import (2107 Klicks)

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Re: Re-Import (2375 Klicks)

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